Materialkunde

Themenauswahl

Holz

Holz ist ein natürlicher Werkstoff, dessen individuelle Eigenschaften und natürlichen Veränderungen zum Charakter des Materials gehören und sich nicht vollständig beeinflussen lassen.

Eigenschaften

  • Natürliche Schönheit: Holz ist bekannt für seine natürliche Schönheit und Vielfalt an Farben und Texturen. Jedes Holzstück ist einzigartig.
  • Nachwachsend: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, wenn das Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft (z. B. FSC® / PEFC) stammt.
  • Leicht zu bearbeiten: Holz ist leicht zu schneiden, zu formen und zu bearbeiten, was es zu einem vielseitigen Material macht.
  • Langlebigkeit: Holz kann langlebig sein, insbesondere wenn es ordnungsgemäß gepflegt und vor Feuchtigkeit geschützt wird.
 

Pflege

  • Regelmäßiges Streichen: Holzoberflächen sollten regelmäßig (etwa alle 2 Jahre) mit einer offenporigen Lasur gestrichen werden, um der schnellen Verwitterung vorzubeugen.
  • Vermeidung von Feuchtigkeit von unten: Lassen Sie etwas Luft zwischen dem Holzzaun/Holzsichtschutz und dem Boden, so dass er keiner permanenten Befeuchtung vom Erdreich ausgesetzt ist. Holzpfosten kommen nie direkt in die Erde. Nutzen Sie hierfür H-Anker.
  • Trockenrisse und Verwerfen, Schwinden und Quellen: Alle Hölzer, die der Witterung ausgesetzt sind, können bei Regen Wasser aufnehmen. Dabei vergrößert sich das Holzvolumen (quellen). Bei anschließender Sonneneinstrahlung trocknet das Holz rasch wieder aus und schrumpft (schwindet). Als Folge der nicht gleichmäßigen Struktur des Holzes, finden die Schrumpfungsprozesse bei der Austrocknung nicht gleichmäßig statt. Es entstehen „Trockenrisse und Verwerfungen“. Ein ganz natürlicher Prozess. Auch durch sorgfältigste Rohholzauswahl lässt sich dieser Effekt nur verhindern oder verzögern, wenn man mit einem Lack oder einer Dickschichtlasur die Holzoberfläche verschließt. Doch Vorsicht! Durch feinste kleine Risse die dennoch im Holz entstehen werden, kann hier Wasser eindringen. Das Holz trocknet schlecht und wird sehr frühzeitig von innen her anfangen zu faulen. Daher empfehlen wir: Streichen Sie Ihr Holz regelmäßig mit 100 % offenporigen Imprägnierlasuren (HK-Lasur Fabr. Remmers) und stören Sie sich nicht an Trockenrissen. Sie sind etwas Natürliches. Dafür bleibt Ihr Holz lange gesund. Auch die Stabilität wird dadurch nicht beeinträchtigt. Nach DIN-Norm 4074 sind Trockenrisse grundsätzlich zulässig, da die statischen Eigenschaften und die Haltbarkeit des Holzes nicht negativ beeinflusst werden. Länge, Tiefe und Breite von Trockenrissen unterliegen beim Gartenholz keinerlei Beschränkungen. Leichte Krümmungen und Verdrehen sind ebenfalls zulässig.
  • Rauigkeiten: Beim Hobeln und Fräsen sind trotz hoher Sorgfalt und scharfen Werkzeugen raue Stellen – insbesondere im Bereich von Ästen oder entgegen der Bearbeitung gerichteten Holzfasern – nicht immer zu vermeiden. Bei der Kopfrundung der zugekauften Zaunlatten und an Kappschnitten sind wegen der quer zur Holzfaser verlaufenden Bearbeitung raue Oberflächen und kleine Fransungen möglich
  • Bläue und Schimmel: In der warmen Jahreszeit ist eine zum Teil recht intensive, meist streifig verlaufende Bläuefärbung von unbehandelten Hölzern (insbesondere Kiefer oder Douglasie/Lärche im Splintbereich) möglich. Die verursachenden Bläuepilze sind jedoch nicht holzzerstörend und beeinflussen daher nicht die Festigkeit des Holzes. Nach der Imprägnierung ist der Befall gestoppt. Kesseldruckimprägnierte Hölzer, die nach Fertigstellung verfahrensbedingt eine sehr hohe Feuchte aufweisen, neigen in den Lagerpaketen zu Stockflecken und Schimmelbefall. Diese können aber nicht ins Holz eindringen und wirken ebenfalls nicht holzzerstörend. Störende Flecken können leicht abgewischt werden und gleichen sich bei der Bewitterung nach relativ kurzer Zeit an.
  • Achtung Gerbsäure: In allen Hölzern befindet sich „Gerbsäure“. Der Gerbsäuregehalt im Holz ist für die natürliche Dauerhaftigkeit des Holzes verantwortlich. Gerbsäure kann in Verbindung mit Eisenstaub zu schwarzen Verfärbungen im Holz führen. Hierbei reichen niedrige Konzentrationen von Eisen aus. Bitte vermeiden Sie Metallarbeiten wie „Sägen“ oder „Flexen“ in unmittelbarer Nähe des Holzes. Eisenstaub, z.B. durch Arbeiten mit einer Trennflex, kann auch über weitere Entfernungen durch die Luft heran getragen werden. Diese in seltenen Fällen auftretenden Verfärbungen sind kein Mangel in der Holzqualität oder der Herstellung des Produktes. Durch Regen ausgespülte Gerbsäure kann auch zu Verfärbungen auf anderen Materialien wie Beton führen. Besonders bei der Verwendung von Eiche und anderen Harthölzern ist diese Eigenschaft häufig und intensiv. Auch durch Douglasie, Fichte, Kiefer oder Lärche können Verfärbungen verursacht werden. Bitte verwenden Sie möglichst Edelstahlschrauben für Ihr Gartenholz.
  • Allgemein: Für die Herstellung unserer Gartenhölzer kommen nur ausgesuchte Rohstoffe zum Einsatz. Doch trotz sorgfältigster Materialauswahl und modernen Fertigungsmethoden lassen sich bei Holz die dargestellten Besonderheiten, die in der Praxis zu beobachten sind, nicht  vermeiden. Diese unverwechselbaren Naturmerkmale sind unbeeinflussbare Eigenschaften und manchmal auch charakteristische „Schönheitsfehler“ des Werkstoffes Holz und stellen keinen echten Mangel dar.

Aluminium

Aluminium ist ein vielseitiges Metall mit einer breiten Palette von Eigenschaften.

Eigenschaften

  • Leichtgewicht: Aluminium ist ein Leichtmetall. Es hat nur etwa ein Drittel der Dichte von Stahl, was es zu einem der leichtesten kommerziell verwendeten Metalle macht.
  • Korrosionsbeständigkeit: Aluminium bildet auf seiner Oberfläche eine dünne Oxidschicht, die es vor Korrosion schützt. Diese natürliche Oxidschicht macht Aluminium besonders geeignet für Anwendungen im Freien und in feuchten Umgebungen.
  • Recyclingfähigkeit: Aluminium ist zu 100 Prozent recycelbar, ohne an Qualität zu verlieren. Das Recycling von Aluminium erfordert nur etwa 5 Prozent der Energie, die für die Herstellung von neuem Aluminium benötigt wird, was es zu einem umweltfreundlichen Material macht.
  • Korrosionsbeständigkeit: Aluminium ist korrosionsbeständig, insbesondere in saurer Umgebung. Dies macht es zu einer guten Wahl für Anwendungen im Außenbereich.
  • Ästhetik: Aluminium hat ein modernes und ansprechendes Erscheinungsbild. Es kann eloxiert oder beschichtet werden, um verschiedene Farben und Oberflächenfinishs zu erzeugen.
  • Langlebigkeit: Aluminium ist langlebig und hat eine lange Lebensdauer, insbesondere wenn es ordnungsgemäß gewartet wird.

Pflege

  • Regelmäßige Reinigung: Aluminiumoberflächen sollten regelmäßig gereinigt werden, um Schmutz, Staub, Pollen und andere Verunreinigungen zu entfernen. Verwenden Sie dazu warmes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel, wie z.B. Geschirrspülmittel. Ein weicher Schwamm oder ein Tuch eignet sich gut für die Reinigung von Aluminium.
  • Vermeidung von aggressiven Reinigungsmitteln: Verwenden Sie keine starken Säuren oder alkalischen Reinigungsmittel, da sie die Oberfläche des Aluminiums beschädigen können. Aggressive Reinigungsmittel können die schützende Oxidschicht entfernen und das Aluminium anfälliger für Korrosion machen.
  • Vermeidung von Kratzern: Verhindern Sie, dass abrasive Materialien oder Werkzeuge die Aluminiumoberfläche zerkratzen. Verwenden Sie keine Stahlwolle oder scheuernden Reinigungsschwämme.

Stahl (bei unseren Zierzäunen im Einsatz)

Eigenschaften

  • Haltbarkeit: Stahl ist äußerst haltbar und kann vielen Umweltbedingungen standhalten, darunter Witterungseinflüsse, Temperaturschwankungen und mechanische Belastungen. Ein aus Stahl gefertigter Zaun kann jahrelang halten, ohne zu rosten oder zu verfallen.
  • Sicherheit: Stahlzäune bieten Sicherheit und Schutz, da sie schwer zu durchbrechen oder zu überwinden sind. Dies ist besonders wichtig in Wohngebieten oder gewerblichen Anwendungen.
  • Vielseitigkeit: Stahlzäune sind in verschiedenen Stilen, Designs und Höhen erhältlich, so dass sie sich gut in die Umgebung und den gewünschten ästhetischen Gesamteindruck einfügen können.
  • Pflegeleicht: Stahlzäune erfordern im Allgemeinen nur minimale Wartung. Gelegentliches Reinigen und eventuell eine neue Schutzbeschichtung, wenn der Lack abblättert, sind oft ausreichend, um den Zaun in gutem Zustand zu halten.
  • Anpassbarkeit: Stahlzäune können an die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten des Standorts angepasst werden. Sie können in verschiedenen Höhen und Ausführungen gefertigt werden, um den Bedürfnissen des Kunden gerecht zu werden.
  • Korrosionsbeständigkeit: Stahlzäune können mit speziellen Beschichtungen wie Pulverbeschichtung oder Verzinkung behandelt werden, um sie vor Rost und Korrosion zu schützen, insbesondere wenn sie im Freien stehen.
  • Langlebigkeit: Stahlzäune sind in der Regel langlebig und behalten ihre Form und Struktur über einen langen Zeitraum bei.
  • Umweltfreundlich: Stahl ist zu 100% recycelbar, was bedeutet, dass alte Stahlzäune recycelt werden können, um neue Produkte herzustellen, was die Umweltbelastung reduziert.
  • Wertsteigerung: Ein gut gestalteter und hochwertiger Stahlzaun kann den Wert eines Grundstücks erhöhen, da er nicht nur funktional ist, sondern auch ästhetisch ansprechend.

Pflege

  • Reinigung: Regelmäßiges Reinigen des Zauns ist wichtig, um Schmutz, Staub und Flecken zu entfernen. Verwenden Sie milde Seife oder Spülmittel und warmes Wasser. Ein weiches Schwamm oder ein Tuch kann verwendet werden, um den Schmutz abzuwischen. Bei hartnäckigen Flecken können Sie eine Bürste mit weichen Borsten verwenden. Spülen Sie den Zaun nach dem Reinigen gründlich mit klarem Wasser ab, um alle Seifenrückstände zu entfernen.
  • Vermeidung von aggressiven Reinigungsmitteln: Verwenden Sie keine starken Säuren oder alkalischen Reinigungsmittel, da sie die Oberfläche des Aluminiums beschädigen können. Aggressive Reinigungsmittel können die schützende Oxidschicht entfernen und das Aluminium anfälliger für Korrosion machen.
  • Vermeidung von Kratzern: Verhindern Sie, dass abrasive Materialien oder Werkzeuge die Aluminiumoberfläche zerkratzen. Verwenden Sie keine Stahlwolle oder scheuernden Reinigungsschwämme.

Verzinkung

  • Galvanische Verzinkung (nach DIN EN ISO 2081) ist ein elektrolytisches Beschichtungsverfahren, welches den Korrosions- und Verschleißschutz erhöht. Metalle erhalten einen schönen Glanz und ein hochwertiges Aussehen. Die Zinkauflage beträgt nur 2,5 bis 20 μm. (0,0025 bis 0,02 mm) Diese Art der Verzinkung wird häufig bei Schrauben und Unterlegscheiben angewendet. Der Korrosionsschutz ist mäßig und allein für Zaunelemente aus unserer Sicht nicht geeignet.
  • Sendzimir-Verzinkung (nach DIN EN 10 346): Die Zinkauflage wird beidseitig, im Durchlauf durch ein Zinkbad aufgebracht.  Sendzimirverzinkte Zäune, werden aus verzinkten Rundstäben verschweißt. Durch das nachträgliche Verschweißen verbrennt ein Teil des Zinkes im Schweißbereich. Ein Korrosionsschutz kann hier nur durch eine nachträgliche zusätzliche Korrosionsbehandlung gewährleistet werden. Zum Beispiel durch eine zusätzlich Pulverbeschichtung. Der Korrosionsschutz ist besser als bei der galvanischen Verzinkung, aber nicht optimal.
  • Feuerverzinkung (nach EN ISO 1461 (Tauchfeuerverzinkung)): Unter Feuerverzinkung versteht man das Aufbringen eines metallischen Zinküberzugs auf Eisen oder Stahl durch Eintauchen in ein geschmolzenes Zinkbad. Dies geschieht bei einer Temperatur von ca. 450°C. An der Berührungsfläche bildet sich eine sehr widerstandsfähige Legierungsschicht aus Eisen und Zink und darüber eine sehr gut haftende reine Zinkschicht (Einzelheiten sind in der DIN EN ISO1461 geregelt). Der Zink dient als Opferanode, welche das darunter liegende Eisen solange vor Korrosion schützt, bis es selbst vollständig korrodiert ist. Die Schichtdicke ist abhängig von der Materialstärke und beträgt nach DIN EN ISO 1461 bis 1,5 mm Materialstärke 45 μm, bis 3 mm Materialstärke 55 μm und bis 6 mm Materialstärke 70 μm. Die Zinkstärke ist 3 bis 10 mal so hoch wie bei der galvanischen Verzinkung. Der Korrosionsschutz ist somit auch deutlich höher und die erste Wahl für unsere Zäune. Bei der Feuerverzinkung treten gelegentlich stark ungleichmässige und extrem dicke Zinkschichten auf. Infolge der unterschiedlichen Schichtdicke sind sie optisch teilweise störend.

Anmerkung: Alle von uns gefertigten Stahlzäune werden feuerverzinkt.

  • Fehlstellen in der Zinkoberfläche: In der DIN EN ISO1461 sind unter anderem Sachverhalte wie die Maximalgröße einer Fehlstelle, welche nach dem Feuerverzinken mit Zinkstaubfarbe oder dem Verfahren des Thermischen Spritzens ausgebessert werden darf ( 0,5% der Werkstückoberfläche), geregelt. Fehlstellen können auf Grund von vielen Faktoren auftreten. Die häufigste Ausbesserungsmethode ist das Ausbessern mit Zinkstaubfarbe unter Zuhilfenahme eines Pinsels. Zur Anwendung werden Zinkstaubfarben mit einem Zinkgehalt von mindestens 90 % verwendet. Kleine Fehlstellen führen nicht zwingend zur Rostbildung.
  • Erscheinungsbild von verzinkten Flächen: Die Oberfläche einer galvanischen Verzinkung ist häufig glänzend silber. Die Oberfläche einer Feuerverzinkung kann glänzend silber, hellgrau oder dunkelgrau aussehen. Auch nachträglich kann sich die Optik der verzinkten Oberfläche verändern. Durch äußerliche Einflüsse (Nässe und Sauerstoff) kann sich auf feuerverzinkten Teilen Weißrost bilden. Aufgrund des oft deutlich großen Volumens von Weißrost, entsteht häufig der irreführende Eindruck von umfangreicher Korrosion. Doch in der überwiegenden Mehrheit der Weißrostfälle ist keine ernsthafte Verschlechterung der Zinkschicht und auch nicht eine Verringerung der zu erwartenden Lebensdauer des Produkts zu erwarten. Sofern die Bauteile (Zäune, Pfosten) später nachlackiert werden, kann oberflächlicher Weißrost ignoriert werden. In den meisten Fällen werden sich oberflächliche Ablagerungen von Weißrost, wenn sie natürlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind, farblich anpassen und nach einiger Zeit verschwinden. Vor einer Pulverbeschichtung muss Weißrost jedoch entfernt werden, da sonst die Haftung der Lackfarbe darunter beeinträchtigt sein könnte. 
  • Bei der Feuerverzinkung von Profilen und Rohren, insbesondere dann, wenn diese aus kaltverformtem Stahl hergestellt werden, treten gelegentlich stark ungleichmässige und extrem dicke Zinkschichten auf. Infolge der unterschiedlichen Schichtdicke sind sie optisch besonders störend. Durch die starke Zinkschicht der Feuerverzinkung können Läufer, Krater, Bläschen, Einschlüsse und Farbunterschiede in der Oberfläche entstehen. Bei unseren Zäunen werden nur die gröbsten Unebenheiten auf der Oberfläche beseitigt (geschliffen). Wir halten es für kontraproduktiv, erst eine Oberfläche durch Verzinkung korrosionsbeständig zu machen, und später die kostenintensive Verzinkung wieder abzuschleifen.

Pulverbeschichtung

Zur Pulverbeschichtung wird das Lackpulver elektrostatisch geladen und trocken (100 % lösemittelfrei) mittels spezieller Sprühpistole auf das Werkstück gesprüht. Das geerdete Bauteil zieht die geladenen Pulverteilchen an.

Eine weitere Applikationsmethode ist das Wirbelsintern. Wirbelsintern appliziert Pulverlack durch ein Wirbelbett. Man erreicht hohe Schichtdicken mit diesem Verfahren. Es wird häufig bei Draht- und Gitterzäunen eingesetzt.

Danach folgt die Verbindung des Pulverlacks und die Aushärtung im Industrieofen bei je nach Anforderung rund 150 bis 200 °C.

Bei der Pulverbeschichtung wird der Synergieeffekt aus verzinktem Grundmaterial und anschließender Pulverbeschichtung genutzt um eine hohe Korrosionsschutzdauer nach DIN EN ISO 129441 zu erreichen. Verzinkung mit anschließender Pulverbeschichtung nennt man auch Duplexverfahren.

Oberflächenbeschaffenheit (Qualität): Auch die Verzinkung wirkt sich auch auf die Oberfläche der pulverbeschichteten Bauteile aus (Läufer, Krater, Bläschen, Einschlüsse, Pickelchen). Durch die Temperaturbehandlung (bis 200 °C) können auf dem verzinkten Untergrund Ausgasungen entstehen. Hierdurch wird eine Bläschenbildung auf dem pulverbeschichteten Untergrund erzeugt. Diesen Effekt vermeiden wir so weit möglich.

Auf dem Transport vom Beschichter zum Händler und von dort zum Kunden, bei der Verarbeitung und Montage der Bauelemente, entstehen trotz großer Sorgfalt im Umgang mit dem Material, sehr leicht Kratzer und Abschürfungen an den pulverbeschichteten Teilen. Diese können sehr leicht mit Lackspray oder einem Lackstift nachgebessert werden. Eine vorzeitige Rostbildung muss hier nicht befürchtet werden.

Zur Beurteilung der Qualität der Oberfläche bei Stahl und Aluminium:

Zur visuellen Prüfung von beschichteten Oberflächen sind Bauteile im Außenbereich aus einem Abstand von mindestens 5 m zu beurteilen. Hier muss das Erscheinungsbild, im Ganzen betrachtet, in Ordnung sein. Untergrundunebenheiten, welcher Art auch immer, sind für die Beurteilung der Qualität einer pulverbeschichteten Oberfläche nicht von Bedeutung, da durch die voran gegangene Feuerverzinkung die Oberfläche mehr oder weniger uneben ist. Daran erkennt man das Duplexverfahren. Die Oberfläche darf hierbei nicht mit der Güte einer Autolackierung verglichen werden.

Korrosionsschutz bei Schnittstellen: Schnittstellen können bei der Montage mit Rostschutz behandelt und mit Lack nachbehandelt werden. Hier besteht keine Gefahr der vorzeitigen starken Rostbildung.

Materialtoleranzen: Stabgitterzäune und unsere Schmuckzäune werden aus gewalztem Stahl hergestellt. Im Gegensatz zum erheblich teureren „gezogenen Rundstahl“, kann es hier zu leichten Materialkrümmungen kommen. Laut Betriebsnorm sind diese Maßtoleranzen im Rundstahl (+-4 mm auf einer Länge von 1000 mm) keine Mängel.

WPC und BPC

Was sind WPC und BPC?

WPC und BPC sind moderne Verbundwerkstoffe, die unter anderem bei Zäunen, Sichtschutzelementen und Terrassendielen zum Einsatz kommen.
WPC steht für Wood Plastic Composite und bezeichnet einen Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff. Er besteht typischerweise aus Holzfasern oder Holzmehl und thermoplastischen Kunststoffen.
BPC steht für Bamboo Plastic Composite und bezeichnet einen Bambus-Kunststoff-Verbundwerkstoff. Hier werden Bambusfasern oder Bambusmehl mit Kunststoff kombiniert.
Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Hersteller und Produkt. Auch Zusatzstoffe, Oberflächenbeschichtungen und das Herstellungsverfahren können die Eigenschaften des fertigen Werkstoffs beeinflussen.

Welche Eigenschaften haben WPC und BPC?

Pflegeleichte Materialien für den Außenbereich
WPC und BPC werden häufig für den Einsatz im Freien verwendet. Je nach Zusammensetzung und Ausführung können sie eine gute Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen aufweisen.
Im Vergleich zu vielen klassischen Holzkonstruktionen benötigen entsprechende Produkte häufig weniger Pflege. Ein regelmäßiges Schleifen, Ölen oder Streichen ist bei vielen Ausführungen nicht erforderlich. Ob eine zusätzliche Oberflächenbehandlung vorgesehen ist, richtet sich nach den jeweiligen Herstellerangaben.

Widerstandsfähigkeit und Haltbarkeit
Die Eigenschaften von WPC und BPC hängen von der jeweiligen Materialrezeptur und Produktqualität ab. Bestimmte Ausführungen sind widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und können weniger anfällig für typische Holzschäden sein als unbehandeltes Holz.
Eine uneingeschränkte Resistenz gegen Schimmel, Pilze oder Insekten lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Auch bei Verbundwerkstoffen sind eine geeignete Konstruktion, ausreichende Belüftung und eine regelmäßige Reinigung wichtig.
Die tatsächliche Lebensdauer wird unter anderem durch die Produktqualität, die Montage, die Beanspruchung und die Pflege beeinflusst.

Gestaltungsmöglichkeiten
WPC und BPC sind in unterschiedlichen Farben, Oberflächenstrukturen und Profilformen erhältlich. Sie ermöglichen eine moderne Gestaltung von Zäunen, Sichtschutzanlagen und Terrassen.
Da die Ausgangsmaterialien, Rezepturen und Herstellungsverfahren variieren, können sich die Produkte hinsichtlich Farbe, Haptik, Oberflächenbeschaffenheit und Gebrauchseigenschaften unterscheiden.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte von WPC und BPC
Bei der Bewertung von WPC und BPC lohnt sich ein genauer Blick auf die Zusammensetzung und den gesamten Lebenszyklus des jeweiligen Produkts.
Die Werkstoffe enthalten pflanzliche Bestandteile und Kunststoffe. Je nach Produkt können dabei beispielsweise Holz- oder Bambusfasern sowie recycelte Rohstoffe eingesetzt werden. Ob und in welchem Umfang dies der Fall ist, lässt sich nur anhand der konkreten Materialangaben des Herstellers beurteilen.
Der Einsatz pflanzlicher Bestandteile allein ist kein ausreichender Nachweis für eine bessere Umweltbilanz. Auch die Herkunft und Verarbeitung der Rohstoffe, die eingesetzten Kunststoffe, die Nutzungsdauer, der Pflegeaufwand und die Möglichkeiten der Verwertung am Ende der Nutzung spielen eine Rolle.

Recycling und Entsorgung
WPC und BPC sind Verbundwerkstoffe, bei denen pflanzliche Bestandteile und Kunststoffe miteinander verbunden sind. Die Trennung und Wiederverwertung der einzelnen Bestandteile kann deshalb technisch anspruchsvoll sein.
Ob ein Produkt recycelt werden kann und welche Verwertungswege zur Verfügung stehen, hängt unter anderem von seiner Zusammensetzung, seiner Konstruktion und den vorhandenen Recyclingmöglichkeiten ab. Eine allgemeine Recyclingfähigkeit kann daher nicht für sämtliche Produkte vorausgesetzt werden.
Ausgediente WPC- und BPC-Produkte sollten entsprechend den geltenden örtlichen Entsorgungsvorgaben und den Hinweisen des Herstellers entsorgt werden. Ob eine stoffliche Verwertung möglich ist, sollte im konkreten Fall geprüft werden.

Wie werden WPC und BPC richtig gepflegt?

Auch pflegeleichte Verbundwerkstoffe benötigen eine regelmäßige Reinigung, damit ihre Oberfläche ansprechend bleibt und sich Schmutz nicht dauerhaft festsetzt.

Regelmäßige Reinigung
Entfernen Sie lose Verschmutzungen wie Laub, Staub und Erde zunächst mit einem Besen oder einer weichen Bürste. Für die normale Reinigung reichen bei vielen Produkten Wasser und ein mildes Reinigungsmittel aus.
Beachten Sie dabei die Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers. Nicht jede Oberfläche verträgt dieselben Reinigungsmittel oder Reinigungsverfahren.

Flecken möglichst früh entfernen
Fett, Öl und andere Verschmutzungen sollten möglichst zeitnah entfernt werden. Je länger Flecken auf der Oberfläche verbleiben, desto schwieriger kann ihre Beseitigung werden.
Verwenden Sie bei Bedarf nur Reinigungsmittel, die für das jeweilige Produkt geeignet sind. Testen Sie diese zunächst an einer unauffälligen Stelle und spülen Sie Rückstände entsprechend den Anwendungshinweisen gründlich ab.
Aggressive, lösungsmittelhaltige oder scheuernde Reinigungsmittel sollten ohne ausdrückliche Freigabe des Herstellers nicht verwendet werden.

Hochdruckreiniger mit Bedacht einsetzen
Ob ein Hochdruckreiniger geeignet ist, hängt von der jeweiligen Materialzusammensetzung und Oberflächenbeschaffenheit ab. Ein zu hoher Druck oder ein zu geringer Abstand kann die Oberfläche beschädigen.
Prüfen Sie deshalb vor der Anwendung die Pflegehinweise des Herstellers. Falls ein Hochdruckreiniger zugelassen ist, müssen die dort genannten Vorgaben zu Druck, Abstand und Düseneinstellung eingehalten werden.

Fugen und Wasserablauf freihalten
Bei Terrassendielen sollten Fugen und Entwässerungsbereiche regelmäßig von Schmutz und Ablagerungen befreit werden. So kann Wasser besser ablaufen und Feuchtigkeitsansammlungen können vermieden werden.
Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Belüftung der Konstruktion und vermeiden Sie dauerhaft stehendes Wasser.

Schutz vor Kratzern und Beschädigungen
Scharfe oder spitze Gegenstände können die Oberfläche beschädigen. Auch beim Verschieben von Gartenmöbeln oder beim Entfernen von Schnee und Eis ist Vorsicht geboten.
Verwenden Sie geeignete Schutzunterlagen und vermeiden Sie Werkzeuge, die Kratzer oder andere Oberflächenschäden verursachen können.

Keine eigenständige Lackierung oder Versiegelung
Viele WPC- und BPC-Produkte benötigen weder einen Anstrich noch eine regelmäßige Ölbehandlung. Zusätzliche Beschichtungen können die Oberflächenbeschaffenheit verändern und sollten deshalb nur vorgenommen werden, wenn der Hersteller sie ausdrücklich empfiehlt.

Farbveränderungen bei WPC und BPC
Farbveränderungen können bei WPC und BPC im Laufe der Nutzung auftreten. Sie hängen unter anderem von der Materialzusammensetzung, den verwendeten pflanzlichen Bestandteilen, der Oberflächenstruktur und der Einwirkung von UV-Strahlung und Witterung ab.
Insbesondere bei holzhaltigen WPC-Produkten können natürliche Bestandteile wie Lignin sowie Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung zu vorübergehenden oder längerfristigen Veränderungen des Farbtons beitragen. Je nach Produkt können auch Bambusbestandteile, Pigmente und Oberflächenbeschichtungen das Erscheinungsbild beeinflussen.
Die Intensität und Dauer solcher Veränderungen lassen sich nicht für alle Produkte einheitlich angeben. Auch Unterschiede zwischen einzelnen Elementen sind material- und fertigungsbedingt möglich.
Solche optischen Veränderungen bedeuten nicht automatisch, dass die Funktion des Produkts beeinträchtigt ist. Ob eine Veränderung innerhalb der produktspezifischen Toleranzen liegt, ist anhand der Herstellerangaben zu beurteilen.
Decken Sie die Elemente nur dann mit Folien oder anderen Materialien ab, wenn dies laut Hersteller geeignet ist. Bei ungeeigneten Abdeckungen können sich Feuchtigkeit und Kondenswasser stauen und Flecken entstehen.

Unser Tipp für die Auswahl
Ob WPC, BPC oder ein anderer Werkstoff am besten zu Ihrem Vorhaben passt, hängt von Ihren Anforderungen an Optik, Pflege, Konstruktion und Nutzung ab.
Vergleichen Sie die konkreten Produktangaben und berücksichtigen Sie neben den gewünschten Eigenschaften auch die Hinweise zur Montage, Reinigung und Entsorgung. So können Sie eine fundierte Entscheidung für Ihren Zaun, Sichtschutz oder Terrassenbereich treffen.

Kunststoff / PVC

Vorweg: Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff. Es gibt günstigen Kunststoff, den wir Ihnen nicht empfehlen würden. Wenn Sie bei uns bestellen, dann gelten folgende Eigenschaften für den Kunststoffzaun:

Ein Zaun aus Kunststoff, auch als Kunststoffzaun oder PVC-Zaun bezeichnet, hat eine Reihe von Eigenschaften, die ihn von anderen Zaunmaterialien unterscheiden. Hier sind einige der wichtigsten Eigenschaften eines Zauns aus Kunststoff:

  • Wartungsarm: Kunststoffzäune erfordern im Allgemeinen nur wenig bis gar keine Wartung. Sie sind resistent gegen Rost, Verrottung und Insektenbefall, was bedeutet, dass sie nicht gestrichen oder versiegelt werden müssen.
  • Langlebig: Kunststoffzäune sind bekannt für ihre Langlebigkeit. Sie können vielen Witterungseinflüssen standhalten und behalten ihre Farbe und Form über einen längeren Zeitraum.
  • Vielseitig: Kunststoffzäune bieten Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Dekore oder Sichtschutz-, Gartenzaun oder Balkonserien und sind auf Maß fertigbar.
  • Einfache Installation: Die meisten Kunststoffzäune sind relativ einfach zu installieren. Sie sind oft in vorgefertigten Teilen erhältlich, was die Installation erleichtert.
  • Recycling: Kunststoffzäune sind recycelbar und können oft aus recyceltem PVC-Material hergestellt werden. Dies macht sie zu einer halbwegs umweltfreundlichen Option.
  • Witterungsbeständig: Kunststoffzäune sind durch die Verwendung von PVC-Fensterkunststoff beständig gegenüber den meisten Witterungseinflüssen, einschließlich Sonne, Regen und Schnee. Sie bleichen nicht aus und verwittern nicht so schnell wie einige andere Materialien.

Pflege

  • Reinigung: Kunststoffzäune lassen sich in der Regel leicht mit Wasser und Seife reinigen, um Schmutz, Staub und andere Verunreinigungen zu entfernen.

Lasuren

Warum 3-in-1-Lasuren von Remmers: 

  • Herkömmliche Holzlasuren erfordern oft eine farblose Imprägnierung auf Nadelholz, um Verfärbungen zu verhindern.
  • Holzschutz-Lasuren von Remmers vereinen Imprägnierung, Grundierung und Lasur in einem Produkt.
  • Sie bieten Schutz vor UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Witterungseinflüssen, Bläue, Fäulnis, Schimmel und Algen.
  • Das Holz kann nach langer Standzeit und gleichmäßiger Abwitterung in der Regel ohne Anschleifen erneut gestrichen werden, was Zeit und Geld spart.

Eigenschaften

  • Lösemittelbasierte Premium-Holzschutz-Lasur mit ausgeprägtem Feuchteschutz für Holz im Freien.
  • Anwendbar auf verschiedenen Holzarten im Außenbereich.
  • Imprägnierung, Grundierung und Lasur in einem Produkt.
  • Schutz vor Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Schimmel und Algen.
  • Möglichkeit zur Nachbehandlung ohne Anschleifen.
  • Farbtöne sind mischbar

Verbrauch und Verarbeitungshinweise:

  • Verbrauch von ca. 100 ml/m² je Arbeitsgang mit mindestens 2 Anstrichen.
  • Gehobelte oder dichte Hölzer können einen dritten Anstrich erfordern.
  • Der Untergrund muss sauber und trocken sein, und in der Regel ist kein Anschleifen oder Abbeizen erforderlich.
  • Es wird empfohlen, eine Probefläche anzulegen, um den Farbeffekt auf dem jeweiligen Holzuntergrund zu prüfen.
 
Hier können Sie sich einen Überblick über die Farbauswahl unserer Remmers-Lasuren verschaffen:
 

Farbkarte Remmers HK-Lasur 3-in-1
Farbkarte Remmers HK-Lasur 3-in-1 Grey-Protect